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Mittwoch, 27. Juli 2016

11.07.2016 Châtelaudren - Boqueho - Kernier - Le Fœil - Quintin 15,2 km

Es gelingt uns schon wieder nicht eine Unterkunft in Boqueho zu bekommen. In der Tourist-Info hatte man versucht uns zu helfen und in den Gîtes im Reiseführer angerufen - wieder erfolglos. Deshalb fällt für uns die Strecke bis Boqueho aus, diese wäre sowieso nur 11,3 km gewesen. Wir nehmen ein Taxi ab Châtelaudren bis Boqueho und gehen wieder auf den kommunalen Campingplatz in Quintin. 
Hier in der gesamten Region kommt der Pilgerbonus voll auf uns zu. Spätestens, wenn Tina ihren 10-kg-Rucksack schultert erntet sie bewundernde Blicke, denn das ist mit einer Körpergröße von 1,60 und 55 Kilo Körpergewicht und 79 Jahren eine stattliche Leistung. Mir ist niemand bekannt, der vergleichsweise ähnliches zustande bringt - setzt man mal die Zahlen ins Verhältnis und beachtet entsprechtend das Alter, müßte mein Rucksack ca. 20 kg wiegen. 
Obwohl es sich wieder um einen unbewachten kommunalen Campingplatz handelt, gefiel es uns prima. Es waren viele Familien mit Kindern dort, Randwanderer campierten dort, es gab Tische und Bänke und die sanitären Anlagen waren überraschend sauber.


12.07.2016 Quintin - Carestiemble - Lanfains - Bosméléac 20 km

Heute ist uns fast die halbe Etappe ein kleiner Hund hinterher gelaufen, der sich erst 500 Meter vor dem Campingplatz wieder abgesetzt hat. Außerdem habe ich mir auf dem Randstreifen einer Asphaltstraße den Fuß verknackst, es ist also insgesamt nicht besonders gut gelaufen. Die Klamotten mußten wir am morgen naß einpacken, auf der Wäscheleine ist nichts trocken geworden. Es hat in der Nacht mindestens einmal geregnet und wir haben das Zelt morgens mit unseren Handtüchern abgetrocknet, um das Gewicht nicht noch weiter in die Höhe zu treiben.

Dafür war der Markt morgens in Quintin eine Augenweide, wir haben nur unsere Küche vermißt - leider konnten wir nichts von den Leckerbissen mitnehmen. Tina hat immer noch ihre Notreserve im Rucksack, deshalb können wir noch nicht einmal für ein Picknick einkaufen.

Glücklicherweise hatten wir abends die Unterkunft schon fest - wieder ein Campingplatz, dieses mal ein privater bewachter Platz. Wir sind gerade noch rechtzeitig auf dem Campingplatz angekommen um nach dem Weg zum nächsten Restaurant zu fragen, alleine hätten wir nichts außer Bäumen gefunden.  Bosméléac erscheint uns winzig klein, außer einem Pizza-Lieferservice gibt es nichts zu essen. Dafür schmeckt die Pizza um so besser, der Cidre bekommt uns hervorragend.